Musiktheater für alle ab 6 Jahren

 

Premiere 04. November 2016 Die Deutsche Oper Berlin

 

Lena und ihr Bruder Raff streiten sich oft. Denn Raff wird belästigt von “einem kurzen Zündschnur”" und das einzige, was dann hilft ist ruhig bleiben, nicken und abwarten. Also, so hat Papa Lena das gelehrt.

Aber ab heute ist alles anders. Lena starrt vor sich hin, auf die Vase, worauf dreizehn blauen Hirsche gemalt worden sind. Und dann geschieht ein Wunder. Die Hirsche lösen sich von der Vase und trippeln auf ihre kleine Hüfe auf sie zu. „Meisterin“, flüstern sie, „Meisterin". Meisterin? Hört Lena es richtig? Niemand hat je Lena Meisterin genannt. Ab diesem Nachmittag hatte Lena ein Geheimnis. Es war, als schiene eine kleine Sonne in ihr drin. Doch die verdunkelte sich schnell, als ihr Bruder Raff vor ihr stand. Raff, der so seine Wut manchmal nicht beherrschen konnte. Und Raff, der ebenfalls ein Geheimnis hatte … .

Das Geheimnis der blauen Hirsche ist eine poetische Geschichte über die unvermuteten Seiten und die Kraft der Fantasie. Mit Lenas zunehmender innerer Stärke wächst auch der Mut, es mit ihrem cholerisch veranlagten Bruder aufzunehmen. Die Geschichte über das ungleiche Geschwisterpaar, das sich in seinen Traumwelten begegnet und auch in der Realität immer besser verstehen lernt, wird erzählt, gesungen und gespielt von einem Objecttheaterschauspieler, einer Sängerin und zwei Musikern. Italienische Arien und Instrumentalwerke des Barockkomponisten G.F. Händel lassen weitere Fantasieräume entstehen.

Das Geheimnis der blauen Hirsche ist eine Bühnenbearbeitung von Annechien Koerselman nach dem Buch „Lena oder das Geheimnis der blauen Hirsche“ von Edward van de Vendel in der Übersetzung von Rolf Erdorf. Musik ist von Georg Friedrich Händel und Sebastian Hanusa.

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Foto © Stephan Bögel

Credits Cast & Crew

Video © Ruth Tromboukis

Produzent: Die Deutsche Oper Berlin

Kritiken

Tagesspiegel, Tomasz Kurianowicz, 07. November 2016

Das Stück ... entwickelt ... eine fesselnde Dynamik. Das liegt auch an der Musik von der Organistin Elda Laro und der Euphonium-Spielerin Noa Niv. Die Arien wirken in ihrer barocken Struktur wie gemacht für einen Ausflug in die Zauberwelt. Kein Wunder also, dass man nur staunende Kinder sieht, die in den Konflikten der Darsteller ein Stückchen der eigenen Identität entdecken. Und die Erwachsenen? Ebenso!

Tagesspiegel07112016

Photos Das Geheimnis der blauen Hirsche © Stephan Bögel

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