Willkommen auf der Webseite von Annechien Koerselman

Regisseurin und Dramatikerin im Sprechtheater, Musiktheater & in der Oper

Annechien Koerselman (1976) vollendete ihre Studien als Regisseurin an der Schauspielschule Maastricht.

Seitdem arbeitet sie als Regisseurin im Sprechtheater, Musiktheater und in der Oper, in den Niederlanden und im Ausland.

Darüber hinaus schreibt sie Textbücher, dramatisiert sie Romane für die Bühne und übersetzt sie Schauspielstücke.

Auch entwirft sie manchmal das Licht und/oder das Bühnenbild und/oder die Kostüme und/oder Video für die von ihr inszenierten Aufführungen.

Im übrigen beratet Annechien regelmässig verschiedene Organisationen sowohl künstlerisch wie produktionell, schreibt sie

in ihrem Auftrag Subventions Antrage und ist sie als Dramaturgin beteiligt an mehreren (Musik-)theater- und Tanz Produktionen.

Schließlich arbeitet sie als freiberufliche Drama Lehrerin in ihrem Fachbereich.

Aktuell

(eine Kurzbiografie zur Veröffentlichung finden Sie in der Pressemappe)

Annechien Koerselman ist schon ihr Leben lang von großen Geschichten fasziniert. Mit vier Jahren brachte ihr ihre Mutter das Lesen bei. Seitdem, verschlingt sie Bücher, von griechische Mythen. Märchen, bis hin zu zeitgenössischer Literatur. Diese Faszination spiegelt sich auch in ihrer Theaterarbeit wider. Das eine Mal inszeniert sie diese Geschichten in ihrem eigenen Stil (manchmal auch mit Hilfe von ihr selbst neu geschrieben Theaterstücke wie Der Fliegende Holländer und Bonnie & Clyde), das andere Mal werden die Erzählungen eher benützt als wichtige Inspirationsquelle für das Konzept und die Ausstattung.

Beispielsweise inszenierte Annechien die Mythen Atalanta von Peer Wittenbols (Oostpool, 2004), Blaubart von Dea Loher Stiftung der Frequenz/Atelier d., 2004) und Der Fliegende Holländer (Het Vervolg, 2006), wofür sie auch das Textbuch schrieb. Für Bout'chou - 4 Jahreszeiten (Philharmonie Luxembourg, 2014/2015) schuf sie eine Welt voller märchenhafter Bilder und Musik, in der die Elfin Choupinette wahnsinnig tolle Abenteuer erlebt. Die Verbindung mit Literatur und bildende Kunst ist auch die wichtigste Inspirationsquelle für ihren musiktheatralischen Ansatz Für Feuergesicht von Marius von Mayenburg (Theater aan het Spui, 2008) entwarf Annechien zum Beispiel ein Tonbild aus Barockmusik, so dass Himmel und Hölle verbunden wurden.

Musik

Musik ist der rote Faden in all ihren Arbeiten.

Nicht umsonst ist Annechien als Regisseurin im Theater, Musiktheater und in der Oper tätig. Ihre Produktionen spielen sowohl in den Niederlanden wie im Ausland. So führte sie 2015 die Regie für die neu geschriebene Oper Was lauert da im Labyrinth an den Berliner Philharmonikern Berlin. In der Spielzeit 2012/2013 wurde die vor ihr inszenierten Oper Kannst du pfeifen, Johanna an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt, wo sie anschließend auch die Musiktheateraufführungen Gold und Das Geheimnis der blauen Hirsche inszenierte. Im Auftrag u.a. der Philharmonie Luxembourg, der Rotterdam Philharmoniker, der Münchner Philharmoniker, Tonkünstler Wien und des WDR Funkhausorchesters schrieb und inszenierte sie mehrere Jugendmusiktheaterproduktionen, sowohl Familienaufführungen mit Orchester als auch Blackboxproduktionen mit Ensemblen. Darüber hinaus inszeniert sie regelmäßig Opern für das erwachsene Publikum. Nach ihrem Operndebüt 2009 an der Nederlandse Reisopera mit der Oper L'isola disabitata von Haydn, folgten zum Beispiel Babyn Jar in Kiyv, Ukrain und neu komponierte Oper wie Deichwille für Silbersee/Calefax Ree Quintet. In ihren Sprechtheaterproduktionen spielt Musik auch immer eine wichtige Rolle. Meistens entwirft Annechien in so einem Fall ihre Klangbilder selbst, indem sie Texte sehr musikalisch mit Musik überschneidet oder mit einem Underscore versieht. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Produktion Land von übersee aus dem Jahr 2014, die Annechien für das Theaterproduktionshaus Zeelandia kreierte und die von der Presse und dem Publikum positiv aufgenommen wurde.

Schauspieler/Sänger/Musiker

Annechien inszeniert sowohl Schauspieler, Sänger wie Musiker und hat für jeden einen eigenen Ansatz entwickelt, damit sich z.B. doe Musiker in ihrer Arbeit als Performer/Innen auch auf der Bühne zu Hause fühlen. So schrieb und inszenierte sie auf diese Art und Weise die erfolgreiche Musiktheateraufführung Die Musikfabrik, für das Calefax Rietquintet/Oorkaan, für die sie 2012 den Junge Ohren Preis erhielt. Eine Performance ohne Text, denn Musik und Performance erzählen die ganze Geschichte, genau wie in Der Verblecherbande von Sonus Brass und Par!s!Par!s! von Die Schurken. Auch auf Festivals wie das Internationale Kammermusikfestival und Das Grachtenfestival versteht sie es, Musiker für diese ansprechende Art des Musikerzählens zu begeistern.

Ausgangspunkt

Annechien nutzt eine Geschichte – entweder eine bestehende, oder eine von ihr selbst oder in Zusammenarbeit mit einem/r anderen Autor/In geschriebene – als grundlegenden Ausgangspunkt für ihre Performances. Angetrieben von einer konzeptionellen Idee strebt sie dann nach einer faszinierenden Kombination aus Text, Musik, Bild und Bewegung: dem totalen Theater. Um dies zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit mit Komponisten/Innen, Autoren/Innen und AusstatterInnen von großer Bedeutung. Die konzeptionelle Idee der Aufführung wird so weiterentwickelt, dass Inhalt und Form organisch ineinander fließen. Bei den Proben ist ihr wichtig, dass die SchauspielerInnen/SängerInnen/MusikerInnen/TänzerInnen mitdenken, formbewusst und musikalisch sind. Um zu einer sehr persönlichen, aber fesselnden Theatergeschichte zu gelangen, scheut Annechien nicht vor dem Unbekannten und Intuitiven zurück. Deshalb ist sie bei neu entwickelten Musiktheater- und Opernprojekten oft von Anfang an dabei.

Textbücher

Annechien ist hauptsächlich als Regisseurin in den Bereichen Theater, Musiktheater und Oper tätig. Auch entwirft sie manchmal das Licht und/oder das Bühnenbild und/oder die Kostüme und/oder Video für die von ihr inszenierten Aufführungen. Darüber hinaus schreibt sie regelmäßig Theaterstücke, fertigt sie Roman-adaptionen für die Bühne an und macht sie Übersetzungen. 2001 kreierte sie ihre erste Bühnenadaption des gleichnamigen Romans Der Garten der Unschuldigen von Kristien Hemmerechts (Branoul). 2002 inszenierte sie ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück: Tranquillizers (Stiftung der Frequenz/Atelier d.). Seitdem folgten diverse Texte, Libretti und Drehbücher, etwa Black Perfume, Die Planeten, Die (neue) Geschichte des Soldaten, Marfoesjka & der Frost, Bonnie & Clyde und Bajazzo. Eine Übersicht finden Sie unter Textbücher.

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